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ödp fordert Auskunft über Sicherheitsstandards an Bahnstrecken im Harzkreis

Zugunglück in Hordorf

Auch wenn die Unglücksursache noch nicht endgültig feststeht, das tragische Zugunglück in Hordorf macht schon jetzt Sicherheitsdefizite an deutschen Bahnstrecken sichtbar. Das Verkehrsministerium verteidigt die Deutsche Bahn mit den Worten. "Erst bei Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern seien magnetische Abbremssysteme vorgeschrieben. Auf dem Streckenabschnitt Magdeburg-Halberstadt seien diese Notbremssysteme bei überfahrenen Haltesignalen noch nicht flächendeckend nachgerüstet worden, weil hier nur ein Tempo von 80 Stundenkilometern erlaubt sei".

Die ödp-Kreisvorsitzende Janett Rehmann findet diese Aussage zynisch: "In Hordorf kann man sehen, welche fatalen Folgen es hat, wenn 2 Züge mit Tempo 80 frontal zusammenstoßen. Ich halte daher auf allen Strecken mit Personenverkehr die genannten magnetischen Notbremssysteme für unverzichtbar, unabhängig von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit". Die ÖDP fordert daher schriftlich vom Eisenbahnbundesamt Auskunft über die Sicherheitsstandards an Bahnstreckenvor Ort."Sollte es auch im Harzkreis Bahnstrecken geben, die noch auf einem veralteten Sicherheitsniveau ohne Notbremssysteme sind, müssen diese umgehend nachgerüstet werden. Statt Milliarden in Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 zu investieren, muss zunächst für die Sicherheit auf den bestehenden Bahnstrecken gesorgt werden", so Janett Rehmann.

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