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Kein Radioaktiver Müll nach Sachsen-Anhalt!

ödp-Stadträtin aus Halberstadt stellt Anfrage an Minister und Landtag

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

nach Zeitungsberichten wird möglicherweise bald Abfall aus der süditalienischen Stadt Neapel in Sachsen-Anhalt

verbrannt. Laut Umweltministerium in Magdeburg wird diskutiert, 200.000 Tonnen Hausmüll in Müllverbrennungsanlagen

in Leuna und Staßfurt zu entsorgen.

 

Bei der Verbrennung von derartigem Müll entstehen Dioxine. Bei Schafen, die in der Nähe der Müllhalden von Neapel

Weiden, hat man mittlere bis hohe Konzentrationen von Dioxinen gefunden. Angeblich wollen die Betreiber der deutschen

Müllverbrennungsanlagen diesen Müll, weil er ihnen zusätzliche Einnahmen bringt. Es wird von Ökoballen berichtet,

die überhaupt nicht öko sind, sondern nicht getrennter Müll und viele Giftstoffe enthalten.

Ich habe erfahren, dass dieser Müll möglicherweise auch hochgiftige Benzene und radioaktives Beryllium enthält.

Die radioaktiven Bestandteile des Mülls stammen offenbar aus Kliniken. An der Entsorgung ist auch die Firma Remondis AG beteiligt.

Die Entsorgung wird mit EU-Geldern subventioniert.

 

Trotz moderner Filteranlagen gelangen aus Müllverbrennungsanlagen Feinstaub und Gifte in die Umwelt .

Besonders Feinstaub steht seit geraumer Zeit in öffentlicher Diskussion. Denn Feinstaub gelangt bis tief in die Lungen

des Menschen und ist dadurch besonders gefährlich. Man schätzt, dass Müllerverbrennungsanlagen ca. 10-20 Prozent

der Feinstaubbelastung ausmachen.

Importiert werden nach Angaben des Bundesumweltamtes insg. 18. Millionen Tonnen Müll aus dem Ausland..

 

Es ist nicht hinnehmbar, dass Giftmüll und im besonderen radioaktiver Müll quer durch Europa transportiert wird und aufgrund

von Überkapazitäten der Müllverbrennungsanlagen hier in Deutschland entsorgt wird.

Neben einer zusätzlichen Belastung der Bevölkerung mit Feinstäuben entstehen in diesen Anlagen hochgiftige Filterrückstände,

die wiederum als Sondermüll in Untertagedeponien entsorgt werden müssen.

 

Als Stadträtin stelle ich hiermit die Frage an Sie, ob es tatsächlich der Wahrheit entspricht, dass sich im Abfall aus Italien

radioaktive Bestandteile befinden und bitte dringend um Antwort.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Kathleen Schneider

Lützowstr. 27

38820 Halberstadt

 

 

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