Landesverband Sachsen-Anhalt

Mäuse-Gen soll Durchfallerkrankungen bei Schweinen vorbeugen



Leserbrief zu: Versuch mit "Pharma-Erbsen" in Gatersleben/Münchner Umweltamt protestiert -
Volksstimme vom 15.1.07- Mustereinwendungen zum Herunterladen

Bei dem von der ostdeutschen Gentechnikfirma Novoplant in Gatersleben vorbereiteten Projekt solen Pharmazeutika gegen Durchfallerkrankungen von Schweinen produziert werden. Das Umweltinstitut München befürchtet die Vermischung mit traditionellen Erbsensorten

Mehrere Aspekte sprechen meiner Meinung nach gegen eine Genehmigung des Versuchs mit „Pharma-Erbsen“

1. Es besteht die Gefahr der Vermischung mit traditionellen Erbsensorten. Wenn einmal die Lawine der gentechnisch veränderten Nahrungsmittel losgetreten wird, gibt es kein Zurück mehr. Traditionelle Erbsensorten werden für immer vernichtet. Der Abstand von 500 Metern zu den Anbauflächen der „Pharma-Erbsen“ ist ein Witz.

2. Verbraucher wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. In Umfragen sprechen sich 80 Prozent gegen Gentechnik im Essen aus. Wer möchte also Fleisch von Schweinen essen, die mit genmanipulierten Erbsen gefüttert sind?

3. Niemand weiß, wie sich genveränderte Nahrung beim Menschen auswirkt. Die Gentechnik ist und bleibt eine Risikotechnologie, die arglose Verbraucher zu Versuchskaninchen macht.

Ich hoffe, der Versuch wird nicht genehmigt. Das Umweltinstitut München hat mit seinem Protest völlig Recht.

Maren Kaste

Kreisverband Halberstadt

Mustereinwendungen zum Herunterladen beim Münchner Umweltinstitut

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